• Wir-Welt – Video und Klanginstallation – Update Cologne #04 – Michael Horbach Stiftung Koeln 2021

WIR-WELT
2021


4-Kanal Video- und Klanginstallation /
4 channel video and sound installation
Komposition: Udo Moll >

Klaus Osterwald >
Kunsträume Michael Horbach Stiftung, Köln /

Art space Michael Horbach Foundation, Cologne /

Fotos: Bernd Delbrügge (1, 2, 5, 6, 7, 9)

Fabian Hochscheid (8)


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I WAS SURPRISED
2021


3-Kanal Videoinstallation / 3 channel video installation
Kunsträume Michael Horbach Stiftung Köln /

Art space Michael Horbach Foundation, Cologne

Fotos: Bernd Delbrügge (1, 3, 4)

  • Wir-Welt – Video und Klanginstallation – Update Cologne #04 – Michael Horbach Stiftung Koeln 2021

Die dynamischen Bildgewebe sind – mit einer Ausnahme – in Schwarz-Weiß gehalten. Alle Bildmaterialien stammen aus dem umfangreichen Archiv der Künstlerin. Mit ihrer Kamera beobachtet sie natürliche oder urbane Landschaften, organische wie industrielle Strukturen, Makro- und Mikrozusammenhänge. Sie untersucht Anordnungen und Muster, Bewegungen und Wirksysteme. Im Studio, am Bildschirm, begutachtet sie ihr Bildmaterial, reduziert das Materielle des Bildinhalts, steigert den Hell-Dunkel-Kontrast. Sie entfärbt und überfärbt, sie skaliert Licht- und Transparenzwerte ebenso wie Kontraste, sie betrachtet die entstehenden Formen und Verläufe, vervielfacht, was ihr als wesentlich erscheint. … Sie baut Wiederholungen und Loops auf, sie entwickelt Sequenzen und choreografiert Dialoge. So entstehen die Bildströme, die die Künstlerin in großformatige Projektionen transformiert. Erst im Ausstellungsraum verbinden sich die einzelnen Sequenzen zu einer visuellen Gesamtkomposition. Die begehbaren Bildräume sind durch Bildauswahl und -schnitt, durch Komposition und Tempo eine Herausforderung für die Wahrnehmung. Sie provoziert den Nervenkitzel, der entsteht, wenn schnelle, aber stereotype Wahrnehmungsprozesse auf vergleichsweise langsame, aber offene Denkprozesse treffen.

The dynamic picture materials are kept – with one exception – in black and white. All visuals origin from the extensive archive of the artist. With her camera, she observes natural or urban landscapes, organic as well as industrial structures, macro- and micro contexts. She explores arrangements and patterns, movements, and systems of interaction. In her studio, on the screen she examines the found footage, reduces the materiality of the image content, increases the light-dark contrast. She decolors and overcolors, she scales light and transparency values as much as contrasts. She looks at the emerging forms and gradients, multiplies what seems to be essential. … Repetitions and loops are assembled, she develops sequences and choreographs dialogues that result in streams of images, which the artist transforms into large-scale projections. Only in the exhibition space, the individual sequences combine into an overall visual composition. The walk-in pictorial spaces challenge perception through image selection and editing, through composition and tempo. She provokes the thrill that arises when fast but stereotypical perceptual processes meet comparatively slow but open thought processing.


Bettina Pelz >


ARS PHOTONICA >



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Beatrix Lichtken Stiftung
Kunstfonds Sonderprogramm 20/21 Neustart Kultur
Musikfonds e.V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

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